Alles digital! Die Tücken der Digialkamera.

Ich versuche, heute ein wenig Licht in die Welt der digitalen Kamera zu bringen. Jeder kennt das Problem: Die Bilder passen nicht auf den Bildschirm oder die Email des Freundes dauert ewig.

Die Hersteller werben mit besseren Auflösungen von 2, 3, 5 Mio Punkte. Doch die meisten Anwender wie Sie oder auch ich brauchen das nicht. Hier eine allgemein gültige Empfehlung für Digitalkameras:

A) Ein mindestens 2fachers OPTISCHES ZOOM zum Heranholen von Objekten. Optisch heißt, realistisch ohne Verlust von Bildqualität. B) Eine einsteckbare Speicherkarte C) Auswechselbare Batterien, die überall erhältlich sind, z.B. Mingon. D) Die Möglichkeit zum Einstellen von verschieden Auflösungen und Bildqualitäten

Wieso Auflösungen? - Vorsicht: Pixel, Punkte oder DPI sind nicht dasselbe. Ich verwende an dieser Stelle einfach „Punkte“, so bleibt es verständlicher.

Ein Bild besteht aus „Punkten“. Eben die x Mio Punkte der Kamera. Stopp! Leider ist es nicht ganz so einfach. Daher erst einmal ein Beispiel: Stellen Sie sich Erbsen vor, mh??? Ja, eine Erbsen gleich ein Punkt. Aha! Und ein Glas. Je mehr Erbsen, also Punkte, in das Glas geschüttet werden, je mehr Volumen = Bildgröße (Din A4 oder A2) erhalten wir. Gleichzeitig erhöht sich aber auch das Gewicht = Datenmenge. Getreu der Scherzformel: mehr Erbsen (Punkte) haben auch mehr Volumen (Größe) und mehr Gewicht (Datengröße). Bei hoher Auflösung (viele Punkte) ist die Kamera nach ca. 30 Bildern voll und die Emails dauern folglich ewig. Da werden Sie sagen: „Reichen mir nicht weniger Erbsen “ …und genau richtig gedacht.

Um die optimale Datenmenge zu erhalten, sollten Sie Ihre Kamera auf die geeignete Datenmenge einstellen. Ich schlage vor:

600 x 800 für DIN A4-Seiten Ausdruck, also Bilder der letzten Feier, die per Email gesendet werden sollen. 780 x 1200 ist „Das Idealformat“ für A4-Ausdrucke oder um den ganzen PC Bildschirm zu füllen. Achtung Falle: ohne geeignete Bildsoftware passt das Format schon nicht mehr auf dem Bildschirm

1000 x 2200 oder mehr eignet sich nur noch für digitale Bildausschnitte oder wenn das Bild nachbearbeitet werden soll, ist also eher etwas für die Spezialisten unter Ihnen. Tipp: Bei der Einstellung 600 x 800 oder 780 x 1200 passen erheblich mehr Bilder auf die Kamera

Das war´s eigentlich schon… Wie Daten komprimieren? - Ach ja, hätte ich beinahe vergessen. Manche Kameras unterscheiden Standard, Normal und Fein. Die Erklärung dafür ist, dass je nach Einstellung einfach Punkte weggelassen werden. Damit kein Loch entsteht, werden die Punkte größer, sie quellen auf wie eine Erbse - nach dem Motto: Wenn in der Erbsensuppe nur 920 anstelle von 1000 Erbsen (Punkte) enthalten sind, schmeckt sie noch gut genug. Der Unterschied ist kaum zu merken. In der Gebrauchsanleitung wird dies als D-ots P -or I-nce z.b. 400 DPI (= Druckerqualität) beschrieben.

War es einfach zu verstehen - oder zu kompliziert? Jede Resonanz ist willkommen. Ich hoffe, Sie denken bei Ihrer nächsten Erbsensuppe an mich.

Carsten Kessel
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Palma de Mallorca

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